Sanierungsprojekt Rochusstraße
Die RWTH Liegenschaft umfasst eine Vielzahl unterschiedlichster Gebäude. Eines davon ist das Hörsaalgebäude in der Rochusstraße. Dieses Gebäude hat im Laufe der Jahre viele Nutzungen erlebt. Zuletzt waren dort studentische Arbeitsplätze und ein kleiner Unterrichtshörsaal untergebracht. Ein offensichtlicher Sanierungsstau soll nun angegangen werden.
Die Sanierung belässt die Kernstruktur des Gebäudes intakt. Die nördliche Fassade zur Straße bleibt erhalten – nur eine Holzrahmenkonstruktion mit Strohausfachung wird davorgesetzt. Die bestehenden Fenster werden zu Kastenfenstern erweitert. Im Gegensatz dazu wird die Südseite komplett geöffnet. Hier entsteht ein Wintergarten in Form einer Pfosten-Riegel-Fassade mit öffnbaren Polycarbonat-Lüftungsklappen. Dieser Raum ist kalt, unbeheizt und nicht gedämmt. Er wird zum saisonalen Zwischennutzraum und dient als verbindendes Element der Etagen. Hier erstrecken sich neue Treppen über die Geschosse und verbinden diese. Der Raum im Erdgeschoss wird somit zum Treffpunkt und lädt zum Aneignen ein. Veranstaltungen, Partys, Gemeinsames Essen aber auch Arbeiten und Ausruhen können hier Platz finden.
Im Sinne von "Re-Use" wird das alte Tragwerk des Daches gleichzeitig zum Einsatz gebracht: Es verstärkt die Fassade statisch und ermöglicht die Anbringung des textilen Sonnenschutzes. So entsteht eine intelligent funktionierende klimatische Pufferzone. Die Sonne kann im Winter die Räume erwärmen, während sie im Sommer durch den textilen Sonnenschutz abgeschirmt wird. Nachts leiten Lüftungsklappen die Wärme aus dem Wintergarten ab.
Die Aufstockung bietet zusätzliche Arbeitsplätze und ist mit dem Wintergarten verbunden. Das Dach wird zum begrünten Retentionsdach ausgebaut und schenkt dem Gebäude weiteren nutzbaren Grünraum. PV-Module auf der Südseite erzeugen Strom und dienen gleichzeitig im Erdgeschoss als konstruktiver Sonnenschutz.
Der Fußboden ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet und ermöglicht somit flexible Temperaturregelung: Heizung im Winter und Kühlung im Sommer. Deckenventilatoren senken zudem im Sommer die Temperaturen.
Partnerarbeit: Emely Kaßeböhmer, Felix Axmann
Sanierungsprojekt Rochusstraße
Die RWTH Liegenschaft umfasst eine Vielzahl unterschiedlichster Gebäude. Eines davon ist das Hörsaalgebäude in der Rochusstraße. Dieses Gebäude hat im Laufe der Jahre viele Nutzungen erlebt. Zuletzt waren dort studentische Arbeitsplätze und ein kleiner Unterrichtshörsaal untergebracht. Ein offensichtlicher Sanierungsstau soll nun angegangen werden.
Die Sanierung belässt die Kernstruktur des Gebäudes intakt. Die nördliche Fassade zur Straße bleibt erhalten – nur eine Holzrahmenkonstruktion mit Strohausfachung wird davorgesetzt. Die bestehenden Fenster werden zu Kastenfenstern erweitert. Im Gegensatz dazu wird die Südseite komplett geöffnet. Hier entsteht ein Wintergarten in Form einer Pfosten-Riegel-Fassade mit öffnbaren Polycarbonat-Lüftungsklappen. Dieser Raum ist kalt, unbeheizt und nicht gedämmt. Er wird zum saisonalen Zwischennutzraum und dient als verbindendes Element der Etagen. Hier erstrecken sich neue Treppen über die Geschosse und verbinden diese. Der Raum im Erdgeschoss wird somit zum Treffpunkt und lädt zum Aneignen ein. Veranstaltungen, Partys, Gemeinsames Essen aber auch Arbeiten und Ausruhen können hier Platz finden.
Im Sinne von "Re-Use" wird das alte Tragwerk des Daches gleichzeitig zum Einsatz gebracht: Es verstärkt die Fassade statisch und ermöglicht die Anbringung des textilen Sonnenschutzes. So entsteht eine intelligent funktionierende klimatische Pufferzone. Die Sonne kann im Winter die Räume erwärmen, während sie im Sommer durch den textilen Sonnenschutz abgeschirmt wird. Nachts leiten Lüftungsklappen die Wärme aus dem Wintergarten ab.
Die Aufstockung bietet zusätzliche Arbeitsplätze und ist mit dem Wintergarten verbunden. Das Dach wird zum begrünten Retentionsdach ausgebaut und schenkt dem Gebäude weiteren nutzbaren Grünraum. PV-Module auf der Südseite erzeugen Strom und dienen gleichzeitig im Erdgeschoss als konstruktiver Sonnenschutz.
Der Fußboden ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet und ermöglicht somit flexible Temperaturregelung: Heizung im Winter und Kühlung im Sommer. Deckenventilatoren senken zudem im Sommer die Temperaturen.
Partnerarbeit: Emely Kaßeböhmer, Felix Axmann



