Gemeinsam Wohnen Köln, Deutz
Der Entwurf verortet sich in Köln Deutz, unweit der Technischen Hochschule Köln, auf einem derzeit unbebauten Grundstück an der Blockecke von Deutz Kalker Straße und Eitorfer Straße. Als Reaktion auf den angespannten Wohnungsmarkt und den anhaltenden Mangel an studentischem Wohnraum entstand hier ein Wohnprojekt speziell für Studierende mit dem Titel Gemeinsam Wohnen. Grundlage war eine intensive Forschungs und Entwurfsphase, in der über zwanzig verschiedene Grundrissvarianten entwickelt und geprüft wurden.
Jedes Geschoss beherbergt eine Wohngemeinschaft von zwölf Personen mit einem gemeinsamen Wohn und Kochbereich. Durch diese Bündelung werden die einzelnen Wohnungen entlastet und können mit achtzehn Quadratmetern, einschließlich Nasszelle, kompakt ausfallen. Damit werden die Mindestanforderungen der NRW Wohnraumförderung eingehalten. Das Gebäude verfügt bei insgesamt zweiundsiebzig Wohnungen bewusst nur über einen Haupteingang. Statt eines beheizten Flurs gibt es einen witterungsgeschützten, unbeheizten Laubengang, wodurch nur Wohnungen und Gemeinschaftsräume beheizt werden müssen.
Das Dachgeschoss bietet mit Dachterrasse und Dachgarten einen weiten Blick über Köln, im Erdgeschoss entsteht ein Treffpunkt mit Café und Lernraum. Ein begrünter Innenhof sowie Fahrradstellplätze und Technikräume im Untergeschoss ergänzen das Konzept. Dank stützenfreier Konstruktion bleiben spätere Nutzungsänderungen möglich, einzelne Wohnungen lassen sich bei Bedarf zusammenschalten.
Das gebäudetechnische Konzept ist bewusst einfach und robust gehalten. Alle Wohnungen sind querlüftbar, und jedes Bad verfügt über ein eigenes Fenster, sodass keine maschinelle Lüftungsanlage nötig ist. Der Laubengang fungiert zugleich als Wintergarten: Im Sommer sorgen Sonnenschutzvorhänge tagsüber für Schatten, während nachts geöffnete Schiebeelemente die Räume auskühlen lassen. Im Winter speichert die Verglasung solare Wärmegewinne, die über Thermovorhänge gehalten werden. Ergänzt wird das System durch ein Fußboden Heiz und Kühlsystem für sonnenarme Tage oder Hitzewellen.
Die Konstruktion ist bewusst einfach und robust gedacht. Am Schnittpunkt der beiden nicht rechtwinklig aufeinandertreffenden Holzriegel entsteht ein keilförmiges Bauteil, das gleichzeitig als aussteifender Erschließungskern aus Stahlbeton dient. Darauf setzt die Holzkonstruktion auf: Doppelstützen aus Brettschichtholz tragen vorgefertigte Deckenelemente aus Brettschichtholzträgern und Brettsperrholz. Diese Elemente sowie die werkseitig mit der Fassade verbundenen Stützen werden per Lkw angeliefert, wodurch sich die Grundstruktur des Gebäudes innerhalb weniger Tage errichten lässt.
Auch der Innenausbau ist weitgehend vorgefertigt, Innenwände und Nasszellen werden per Kran eingehoben. Der Laubengang selbst ist ein auskragender Stahlskelettbau mit Stahlbetondecken, wodurch das Holztragwerk nur horizontale Kräfte aufnehmen muss. Stahlbetonwände an den Enden der beiden Riegel dienen zugleich als Brandwände und aussteifende Elemente.
Fotos: Anna Teichmann
Gemeinsam Wohnen Köln, Deutz
Der Entwurf verortet sich in Köln Deutz, unweit der Technischen Hochschule Köln, auf einem derzeit unbebauten Grundstück an der Blockecke von Deutz Kalker Straße und Eitorfer Straße. Als Reaktion auf den angespannten Wohnungsmarkt und den anhaltenden Mangel an studentischem Wohnraum entstand hier ein Wohnprojekt speziell für Studierende mit dem Titel Gemeinsam Wohnen. Grundlage war eine intensive Forschungs und Entwurfsphase, in der über zwanzig verschiedene Grundrissvarianten entwickelt und geprüft wurden.
Raumkonzept
Jedes Geschoss beherbergt eine Wohngemeinschaft von zwölf Personen mit einem gemeinsamen Wohn und Kochbereich. Durch diese Bündelung werden die einzelnen Wohnungen entlastet und können mit achtzehn Quadratmetern, einschließlich Nasszelle, kompakt ausfallen. Damit werden die Mindestanforderungen der NRW Wohnraumförderung eingehalten. Das Gebäude verfügt bei insgesamt zweiundsiebzig Wohnungen bewusst nur über einen Haupteingang. Statt eines beheizten Flurs gibt es einen witterungsgeschützten, unbeheizten Laubengang, wodurch nur Wohnungen und Gemeinschaftsräume beheizt werden müssen.
Das Dachgeschoss bietet mit Dachterrasse und Dachgarten einen weiten Blick über Köln, im Erdgeschoss entsteht ein Treffpunkt mit Café und Lernraum. Ein begrünter Innenhof sowie Fahrradstellplätze und Technikräume im Untergeschoss ergänzen das Konzept. Dank stützenfreier Konstruktion bleiben spätere Nutzungsänderungen möglich, einzelne Wohnungen lassen sich bei Bedarf zusammenschalten.
Klima
Das gebäudetechnische Konzept ist bewusst einfach und robust gehalten. Alle Wohnungen sind querlüftbar, und jedes Bad verfügt über ein eigenes Fenster, sodass keine maschinelle Lüftungsanlage nötig ist. Der Laubengang fungiert zugleich als Wintergarten: Im Sommer sorgen Sonnenschutzvorhänge tagsüber für Schatten, während nachts geöffnete Schiebeelemente die Räume auskühlen lassen. Im Winter speichert die Verglasung solare Wärmegewinne, die über Thermovorhänge gehalten werden. Ergänzt wird das System durch ein Fußboden Heiz und Kühlsystem für sonnenarme Tage oder Hitzewellen.
Konstruktion
Die Konstruktion ist bewusst einfach und robust gedacht. Am Schnittpunkt der beiden nicht rechtwinklig aufeinandertreffenden Holzriegel entsteht ein keilförmiges Bauteil, das gleichzeitig als aussteifender Erschließungskern aus Stahlbeton dient. Darauf setzt die Holzkonstruktion auf: Doppelstützen aus Brettschichtholz tragen vorgefertigte Deckenelemente aus Brettschichtholzträgern und Brettsperrholz. Diese Elemente sowie die werkseitig mit der Fassade verbundenen Stützen werden per Lkw angeliefert, wodurch sich die Grundstruktur des Gebäudes innerhalb weniger Tage errichten lässt.
Auch der Innenausbau ist weitgehend vorgefertigt, Innenwände und Nasszellen werden per Kran eingehoben. Der Laubengang selbst ist ein auskragender Stahlskelettbau mit Stahlbetondecken, wodurch das Holztragwerk nur horizontale Kräfte aufnehmen muss. Stahlbetonwände an den Enden der beiden Riegel dienen zugleich als Brandwände und aussteifende Elemente.
Fotos: Anna Teichmann


















